Nachhaltigkeit

Umwelt

Wir bauen mit Verantwortung für Natur und Klima.

Als Bauunternehmen haben wir einen direkten Einfluss auf Energieverbrauch, Emissionen, Ressourcen und Ökosysteme. Umso mehr ist es unser Anspruch, diesen Einfluss verantwortungsvoll und zukunftsgerichtet zu gestalten.

Als zertifizierter Entsorgungsfachbetrieb und durch den Betrieb von drei eigenen Recyclinganlagen leisten wir einen messbaren Beitrag zur Rückführung von Baustoffen in den Stoffkreislauf – ein wichtiger Schritt zur Reduktion von Primärrohstoffen und zur Schonung natürlicher Ressourcen.

Unsere Schwerpunktthemen:

  • Klimaschutz & Energie
  • Ressourcenverbrauch
  • Luft, Wasser & Boden
  • Biodiversität

Unsere Ziele:

  • Reduktion der Emissionen unserer Baugeräte und Fahrzeuge (bezogen auf unsere Bauleistung) um 10 % bis 2028 (Ausgangswert 32,80 kg CO2/TEUR in den Jahren 2022-2025)
  • Reduktion des Energieverbrauchs an unserem Bauhof & Bürostandort Gangelt um 15 % bis 2027 (Ausgangswert 1.762.580 kWh im Jahr 2022)

Beispiele für Maßnahmen

Rahmenpartnerschaft Klimaneutrales Aachen 2030

Aachen gehört zu den sieben deutschen Städten, die im Rahmen der EU-Mission „100 klimaneutrale und intelligente Städte bis 2030“ eine Vorreiterrolle übernehmen. Als in der Region tief verwurzeltes Bauunternehmen war für uns klar: Dieses Ziel unterstützen wir aktiv.

Seit April 2024 sind wir Rahmenpartner des Aachener Klimastadtvertrags. Gemeinsam mit der Stadt Aachen und weiteren Akteuren verpflichten wir uns, konkrete Maßnahmen zur Erreichung der Klimaneutralität beizusteuern. Die Unterzeichnung des Vertrags mit Oberbürgermeisterin Sibylle Keupen war für uns ein sichtbares Zeichen dieses Engagements – und zugleich der Startpunkt für die gemeinsame Umsetzung.

Die Bauwirtschaft spielt bei der Transformation zur Klimaneutralität eine Schlüsselrolle: Ob energetische Sanierungen, erneuerbare Energien oder die Gestaltung nachhaltiger Mobilitätsinfrastruktur – wir gestalten aktiv mit.

Unser Ziel: Gemeinsam mit Kunden, Partnern und der öffentlichen Hand eine klimafreundliche Zukunft für die Region Aachen ermöglichen. Klimaneutralität gelingt nur gemeinsam.

Fotos: Nico Schlun + Oberbürgermeisterin, Gruppenfoto

Grüner Strom, den wir mitgestalten
– Investition in eine klimafreundliche Zukunft

Die Bauwirtschaft trägt eine besondere Verantwortung, wenn es um Nachhaltigkeit geht: Sie ist ressourcenintensiv – und gleichzeitig Schlüsselakteurin bei der Energiewende. Seit 2005 engagieren wir uns daher gezielt im Bereich Windenergie.

Gemeinsam mit unserem langjährigen Partner BMR Energy Solutions gestalten wir die Energiewende nicht nur technisch mit – durch Planung, Erschließung und bauliche Umsetzung –, sondern auch unternehmerisch, indem wir selbst in Windenergieprojekte investieren. Heute sind wir an 15 Windenergieanlagen beteiligt, die jährlich rund 90 Millionen kWh grünen Strom erzeugen. Das entspricht dem Bedarf von etwa 30.000 Haushalten – und bedeutet eine jährliche Einsparung von ca. 60.000 Tonnen CO.

So leisten wir einen direkten Beitrag zur Erreichung der Klimaziele – über unsere Baustellen hinaus. Einen Überblick über die projektierten Windparks verschafft folgende Tabelle:

Aufforstung in Breberen

Wald. Vielfalt. Zukunft.

Wälder zählen zu den wichtigsten natürlichen Verbündeten im Kampf gegen den Klimawandel. Sie speichern CO₂, filtern die Luft, schützen Böden, spenden Lebensraum und fördern die Artenvielfalt. Umso mehr ist es uns ein Anliegen, als Bauunternehmen nicht nur Flächen zu beanspruchen – sondern auch aktiv an die Natur zurückzugeben.

Nahe unserer Betriebsstätte Breberen I haben wir in enger Abstimmung mit dem Landesbetrieb Wald und Holz NRW ein langfristig angelegtes Aufforstungs- und Biodiversitätsprojekt initiiert.

Bereits realisiert:

  • Schritt 1: 2.870 Stieleichen, 320 Hainbuchen sowie ein 5-reihiger Waldrand auf 8.000 m² Fläche
  • Schritt 2: weitere 3.450 Stieleichen, 380 Hainbuchen und ein 8 m breiter Strauchsaum
  • Schritt 3: Einsaat einer Blühwiese und Pflanzung von Obstbäumen auf rund 3.000 m²

Ein besonders lebendiger Teil dieses Projekts: Heute produziert ein langjähriger Mitarbeiter – selbst leidenschaftlicher Imker – dort unseren eigenen SCHLUN-Honig. Ein echtes Herzensprojekt, das unser ökologisches Engagement sichtbar, spürbar und sogar schmeckbar macht – für Mitarbeitende, Gäste und Partner.

So verbinden wir naturnahes Handeln mit regionaler Identifikation und echter Wertschätzung.

Energetische Sanierung & Investitionen am Standort Gangelt

Ein Gebäude als Statement für Nachhaltigkeit

Unser eigener Hauptsitz in Gangelt-Niederbusch ist nicht nur Zentrum unserer Baugruppe – sondern auch ein sichtbares Beispiel dafür, wie wir Nachhaltigkeit im eigenen Betrieb leben. Seit mehreren Jahren investieren wir systematisch in die energetische Sanierung und Modernisierung unserer Gebäudeinfrastruktur.


Dabei war für uns früh klar:
Wir entscheiden uns bewusst gegen Abriss und Neubau – und für den Erhalt und die Weiterentwicklung unseres Bestandsgebäudes. Damit würdigen wir nicht nur die Historie unseres Unternehmensstandorts, sondern leisten auch einen aktiven Beitrag zur Ressourcenschonung und zeigen, wie wichtig es ist, den Gebäudebestand zukunftsfähig zu machen. Gerade in der Baubranche wollen wir hier selbst Vorbild sein.

Bereits umgesetzt:

In Umsetzung:

Unser Ziel: Den eigenen Standort Schritt für Schritt zur energieeffizienten, mitarbeiterfreundlichen und klimafreundlichen Vorzeigelösung entwickeln – mit spürbarem Mehrwert für Umwelt und Team.

Renaturierung am Rodebachtal

Altlast wird Zukunftsfläche

Nachhaltigkeit beginnt oft direkt vor der eigenen Haustür – oder, wie in unserem Fall, an der Adresse unserer Firmenzentrale: Lambert-Schlun-Weg 5. Sie erinnert an unseren Gründer und steht sinnbildlich für unsere tiefe regionale Verwurzelung.

In diesem Sinne war es uns ein besonderes Anliegen, einen aktiven Beitrag zur Wiederherstellung naturnaher Flächen zu leisten – direkt vor Ort.

Von 2008 bis 2010 hat die SCHLUN Umwelt ein rund 18.000 m² großes Betriebsgelände zweier insolventer Wettbewerber an der Grenze zum Landschaftsschutzgebiet Rodebachtal vollständig zurückgebaut und renaturiert.

In enger Abstimmung mit der Gemeinde Gangelt übernahmen wir nicht nur die Verantwortung für die Fläche, sondern auch deren Altlasten.

Im Detail bedeutete das:

Was einst einer Bauschuttdeponie glich, ist heute ein Stück Natur – ein Beispiel für verantwortungsvolles Handeln im Sinne von Umwelt, Gemeinde und Generationengerechtigkeit. Nachhaltigkeit bedeutet auch: Vergangenes in Zukunft verwandeln.

Umgestaltung einer Ton- und Kiesgrube zum Biotop für gefährdete Arten

Lebensräume schaffen. Artenvielfalt schützen.

Auf dem Gelände einer ehemaligen Ton- und Kiesgrube in Beggendorf, direkt am Gewerbegebiet Baesweiler, haben wir eine 37.500 m² große Biotopanlage realisiert – in enger Zusammenarbeit mit dem Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) sowie der Unteren Landschaftsbehörde der StädteRegion Aachen.

Im Fokus stand die Schaffung eines wertvollen Lebensraums für bedrohte Arten. Neben gezielten Anpflanzungen und Steinschüttungen wurden auch mehrere Kleingewässer angelegt, die Rückzugs- und Fortpflanzungsmöglichkeiten für Amphibien und andere Tiere bieten.

Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf der Kooperation mit der Biologischen Station StädteRegion Aachen e. V. im Rahmen des EU-geförderten Projekts „LIFE-Amphibienverbund“. Ziel ist es, gefährdete Amphibienarten wie die Kreuzkröte und Geburtshelferkröte in unserer Region gezielt zu fördern und zu erhalten.

Diese Arten sind in NRW und ganz Deutschland stark bedroht – insbesondere durch den Verlust geeigneter Lebensräume. Das Projekt verfolgt deshalb einen ganzheitlichen Ansatz:

  • Lebensräume schaffen und aufwerten
  • Vernetzungsflächen entwickeln
  • Langfristige Pflege und Monitoring sicherstellen

So entsteht aus einem ehemaligen Industrieareal ein Ort der Vielfalt – für Mensch und Natur.

Im Detail bedeutete das:

Recycling/Kreislaufwirtschaft

Aus Verantwortung für Ressourcen von morgen

Der anhaltende Anstieg des globalen Ressourcenverbrauchs gehört zu den Haupttreibern von Klimawandel und Biodiversitätsverlust. Gleichzeitig verschärft sich weltweit die Konkurrenz um knappe Rohstoffe.

Die Antwort darauf ist klar: Eine funktionierende Kreislaufwirtschaft, die Materialien so lange wie möglich im Umlauf hält und den Bedarf an Primärrohstoffen reduziert.

Als zertifizierter Entsorgungsfachbetrieb und durch den Betrieb von drei eigenen, nach BImSchG genehmigten Anlagen für die Verwertung von Abfällen leisten wir einen konkreten Beitrag zur Kreislaufwirtschaft in der Region und haben seit 2015 mehr als 1 Millionn Tonnen Recyclingmaterial hergestellt.

Darüber hinaus:

  • Grünschnitt und Altholz werden zur Wärme- und Stromerzeugung genutzt
  • Der Inhalt der Altglascontainer aus der Städteregion Aachen sowie aus Stadt und Kreis Düren wird bei uns in Siersdorf zwischenverarbeitet und dem Recycling zugeführt

So übernehmen wir Verantwortung für das, was bleibt – und sichern Bauqualität mit reduziertem ökologischem Fußabdruck.

Im Detail bedeutete das:

Landschaftspflegerische Ausgleichsmaßnahmen an unseren Betriebsstätten der SCHLUN Umwelt

Mehr Natur rund um unsere Standorte

Auch wenn an unseren Betriebsstätten Ressourcen entnommen werden – wir geben der Natur dauerhaft etwas zurück. Seit dem Jahr 2000 haben wir an unseren Standorten Siersdorf, Laffeld sowie Breberen I und II gezielte landschaftspflegerische Ausgleichsmaßnahmen umgesetzt – mit spürbarem Mehrwert für Natur, Landschaft und angrenzende Gemeinden.

Insgesamt wurden mehr als 80.000 m² Ausgleichsflächen mit Gehölzpflanzungen, frei wachsenden Hecken und Wildkrautsäumen angelegt. Diese mindestens 5 Meter breiten Randstrukturen verlaufen überwiegend entlang der Abgrabungsflächen und dienen als ökologische Pufferzonen zur Minderung von Staub, Lärm und Sichtbeeinträchtigung.

Die Gesamtlänge der Pflanzungen beträgt rund 4.500 Meter – ein grüner Rahmen für unsere Betriebsflächen.

Das Besondere: Diese Pflanzungen bleiben dauerhaft erhalten – auch nach Abschluss und Rekultivierung der Abgrabungen. Zudem führen wir im Rhythmus von ein bis zwei Jahren fachgerechte Pflegemaßnahmen durch, um den Erhalt und die ökologische Funktion langfristig sicherzustellen.

So entsteht aus Ausgleich echte Aufwertung – für Umwelt, Biodiversität und Lebensqualität.

Hauptsitz

Lambert SCHLUN GmbH & Co. KG
Bauunternehmung
Lambert-Schlun-Weg 5
52538 Gangelt-Niederbusch

Telefon +49 2454 581 – 0
Mail: info@schlun.de